Die dreiphasige Matrixumrichter-Simulation ist ein detailliertes Modell, das die direkte AC-AC-Leistungsumwandlung mithilfe einer Matrixumrichter-Topologie demonstriert. Dieser innovative Ansatz macht eine zwischengeschaltete DC-Energiespeicherung überflüssig und bietet eine kompakte sowie effiziente Lösung für den Betrieb statischer Lasten. Die Simulation gehört zum Bereich der Energieübertragung und zeigt ihre Bedeutung in modernen Energiesystemen, in denen direkter Energietransfer entscheidend für Leistungs- und Kostenoptimierung ist.
Impedyme’s Rolle im Prozess
Mit den fortschrittlichen HIL- und PHIL-Lösungen von Impedyme kann die Entwicklung und Validierung dieses Matrixumrichtersystems optimiert werden. Von der frühen Entwicklung von Regelalgorithmen bis hin zur Echtzeit-Hardwarevalidierung stellen die Plattformen von Impedyme sicher, dass der gesamte Lebenszyklus des Matrixumrichters sowohl auf Signalebene als auch auf Leistungsebene effizient und zuverlässig getestet werden kann.
Ein Matrixumrichter verbindet den dreiphasigen Eingang direkt mit dem dreiphasigen Ausgang über ein Array bidirektionaler Schalter. Dadurch entfällt die Notwendigkeit einer zwischengeschalteten DC-Speicherung, was die Baugröße reduziert und die Effizienz verbessert. Allerdings ist eine präzise Steuerung der Schaltelemente entscheidend für einen zuverlässigen Betrieb, insbesondere bei realen Netz- und Laststörungen.
Die Simulation hat folgende Ziele:
Rapid Control Prototyping (RCP): Entwicklung und Test von Regelalgorithmen für Schaltlogik, Leistungsfaktorkorrektur und Frequenzumwandlung direkt auf der HIL-Plattform von Impedyme, bevor die Hardware implementiert wird.
HIL für leistungselektronische Regler: Die Steuerlogik des Matrixumrichters kann in Echtzeit mit einem simulierten Netz und einer simulierten Last getestet werden, um sicherzustellen, dass sie in den Phasen Software-in-the-Loop (SIL) und Controller-in-the-Loop (CIL) korrekt funktioniert.
PHIL-Tests: Die endgültige Umrichterhardware kann auf Leistungsebene getestet werden und mit einem realistischen AC-Netz und einer realistischen Last interagieren, um sichere und zuverlässige Leistung vor dem Feldeinsatz sicherzustellen.
Der Matrixumrichter erreicht einen Leistungsfaktor Eins, indem seine Schaltstrategie so angepasst wird, dass Eingangs-Spannung und Strom phasengleich sind.
➡️ HIL/PHIL-Vorteil: Die Echtzeit-Netzemulation mit Impedyme’s PHIL ermöglicht Tests, wie der Umrichter unter verschiedenen Netzbedingungen (Spannungseinbrüche, Frequenzschwankungen, Oberwellen) den Leistungsfaktor Eins aufrechterhält.
Der Umrichter unterstützt den Leistungsfluss in beide Richtungen und ermöglicht dadurch Energierückgewinnung (regeneratives Bremsen) sowie den Betrieb sowohl im Motor- als auch im Generatormodus.
➡️ HIL/PHIL-Vorteil: Die Plattformen von Impedyme können sowohl Netz als auch Last emulieren und ermöglichen dadurch eine umfassende Verifikation des bidirektionalen Leistungstransfers unter realistischen Bedingungen.
Der Umrichter kann jede gewünschte Ausgangsfrequenz und -spannung innerhalb der durch die Eingangsquelle vorgegebenen Grenzen liefern und ermöglicht so die Integration in flexible industrielle Prozesse.
➡️ HIL/PHIL-Vorteil: Mit den programmierbaren Netzsimulatoren von Impedyme können verschiedene Eingangsbedingungen (50 Hz, 60 Hz, Spannungseinbrüche, harmonische Verzerrungen) in Echtzeit angewendet werden, sodass sichergestellt wird, dass der Matrixumrichter in unterschiedlichen Umgebungen korrekt arbeitet.
Diese Simulation hilft bei der Bewertung von:
Eingang: Dreiphasige AC-Versorgung (Netz oder Generator)
Ausgang: Dreiphasige AC-Last (statische Last – ohmsch, induktiv)
Leistungsstufe: 3×3-Matrix aus bidirektionalen Schaltern (IGBTs, MOSFETs oder SiC-Bauelemente)
Direkte Übertragungsfunktion oder Space Vector Modulation (SVM) zur Erzeugung der Schaltsignale.
Regelziele: Aufrechterhaltung der Ausgangsqualität, Sicherstellung des Leistungsfaktors Eins am Eingang, Minimierung von Oberwellen.
➡️ HIL/PHIL-Vorteil: Die Steuerlogik kann über RCP auf der HIL-Plattform von Impedyme getestet werden, und die tatsächliche Leistungsstufe kann mit PHIL unter realer Leistung verifiziert werden, wodurch ein nahtloser Übergang von der Simulation zur Hardware sichergestellt wird.
Einer der wichtigsten Vorteile von Matrixumrichtern ist ihre kompakte Baugröße.
Matrixumrichter sind nicht nur kleiner, sondern auch zuverlässiger.
Ein weiterer Vorteil von Matrixumrichtern ist ihre Fähigkeit, sinusförmige Netzströme zu erzeugen.
Zusätzlich ermöglichen Matrixumrichter einen vollständig steuerbaren Leistungsfaktor. Selbst wenn die Last ein Induktionsmotor ist, der Blindleistung aus dem System aufnimmt, können die Schalter so gesteuert werden, dass das Netz keine Blindleistungsaufnahme wahrnimmt. Dadurch kann das System mit Leistungsfaktor Eins betrieben werden.
Darüber hinaus können Matrixumrichter als Kompensatoren fungieren, indem sie führende Blindleistung (leading VARs) aus dem System aufnehmen, um andere nacheilende Lasten zu kompensieren. Das bedeutet, dass der Leistungsfaktor der aus dem Netz aufgenommenen Ströme Eins, voreilend oder nacheilend sein kann, wodurch der Eingangsleistungsfaktor vollständig steuerbar wird.
Weitere Vorteile wurden in jüngster Zeit ebenfalls untersucht, beispielsweise die Möglichkeit, Gleichtaktspannungen vollständig zu eliminieren. Eine detaillierte Diskussion darüber würde jedoch den Rahmen der aktuellen Betrachtung überschreiten.
➡️ HIL/PHIL-Vorteil: Jede dieser Eigenschaften kann über den gesamten Entwicklungszyklus (RCP → HIL → PHIL) mit den Lösungen von Impedyme validiert werden.
Motorantriebe: Industrielle Motoren, die variable Frequenzen benötigen
Erneuerbare Energien: Direkte Netzanbindung von AC-Generatoren (Windkraft, Meeresenergie)
Luft- und Raumfahrtsysteme: Kompakte Frequenzumwandlung
Mikronetze: Flexible AC-AC-Umwandlung für die Integration dezentraler Energiequellen (DER)
Marine Energiesysteme: Frequenzumwandlung für Schiffe mit mehreren Energiequellen
➡️ HIL/PHIL-Vorteil: All diese Anwendungen können mit den Plattformen von Impedyme in Echtzeit emuliert und getestet werden, wodurch die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen für jeden Anwendungsfall beschleunigt wird.
Mit dieser Simulation können Anwender:
➡️ HIL/PHIL-Vorteil: Diese Erkenntnisse können mithilfe von Impedyme’s PHIL direkt auf Hardware übertragen werden, sodass sichergestellt wird, dass das reale Gerät seine Entwicklungsziele erfüllt.
Die dreiphasige Matrixumrichter-Simulation demonstriert einen modernen AC-AC-Umwandlungsansatz, bei dem herkömmliche Gleichrichter-Wechselrichter-Kombinationen durch direkte Schaltmatrizen ersetzt werden. In Kombination mit den HIL- und PHIL-Lösungen von Impedyme wird der gesamte Entwicklungsprozess optimiert:
Entwicklungsphase — Beitrag von Impedyme
Regelungsdesign — RCP mit HIL zur schnellen Validierung von Algorithmen
Test der Steuerhardware — CIL mit Echtzeit-Matrixumrichtermodellen
Verifikation der Leistungsstufe — PHIL mit realer Spannungs- und Leistungsinteraktion
Endvalidierung — Vollständiges PHIL-System unter realistischen Netz- und Lastbedingungen
Integration von Netzrichtlinien (Grid Codes) und Compliance-Tests in PHIL
Erweiterte Modulationsverfahren zur Minimierung von Oberwellen
Verifikation fehlertoleranter Regelungen bei Schalterfehlern
Integration mit erneuerbaren Generatoren für reale Mikronetzszenarien
Die Kombination aus einer dreiphasigen Matrixumrichter-Simulation und den HIL/PHIL-Plattformen von Impedyme bietet einen nahtlosen Entwicklungsworkflow — vom Konzept über die Regelungsvalidierung bis hin zu Leistungstests auf realer Hardware. Dieser umfassende Ansatz sorgt für eine schnellere Markteinführung, reduzierte Entwicklungsrisiken und eine verbesserte Systemzuverlässigkeit für Leistungselektroniksysteme der nächsten Generation.