Power Hardware-in-the-Loop (PHIL)-Simulationen sind ein zentraler Baustein der modernen Entwicklung von Energiesystemen. Sie ermöglichen Echtzeit-Tests physischer Hardware in einem geschlossenen Regelkreis innerhalb einer simulierten Umgebung. Ziel ist es, Ingenieuren die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen realen Geräten und virtuellen Modellen zu erlauben, ohne das vollständige System aufbauen oder im Feld gefährden zu müssen. PHIL-Simulationen sind insbesondere in folgenden Szenarien von hoher Bedeutung:
Es ist wichtig zu betonen, dass PHIL-Simulationen nicht dazu gedacht sind, abschließende Systemtests vollständig zu ersetzen – es sei denn, physische Tests sind nicht praktikabel. Vielmehr ergänzen sie klassische Testmethoden, indem sie Prototypeniterationen reduzieren, eine frühe Integrationsvalidierung ermöglichen und Grenz- sowie Fehlerszenarien in einer kontrollierten Umgebung untersuchen lassen.
Power Hardware-in-the-Loop (PHIL) fügt sich nahtlos in diese Entwicklungsstufen ein und überbrückt die Lücke zwischen Laborvalidierung und operativem Einsatz. Es kombiniert reale Leistungsübertragung mit der Flexibilität und Wiederholbarkeit von Simulationen und ist damit ein unverzichtbares Werkzeug auf dem Weg vom Konzept zum bewährten System.
Eine robuste Power Hardware-in-the-Loop-Simulationsumgebung sollte die folgenden Prinzipien und Komponenten umfassen:
Der Verstärker muss Spannungs- und Stromverläufe präzise wiedergeben und gleichzeitig Funktionen wie Fehlerinjektion, Signalverzerrung oder Netzdynamik-Emulation in Echtzeit unterstützen.
5. Schnittstelleneffekte und Kompensation
Power Hardware-in-the-Loop (PHIL)-Simulation ist eine transformative Methode zur Echtzeitprüfung und Validierung leistungselektronischer Systeme. Sie ermöglicht eine sicherere, schnellere und kosteneffizientere Produktentwicklung. Durch die hochpräzise Interaktion zwischen realer Hardware und virtuellen Modellen unter dynamischen, programmierbaren Bedingungen schließt Power Hardware-in-the-Loop die Lücke zwischen theoretischer Modellierung und vollständigem Systemprototyping.
Mit zunehmender Komplexität moderner Energiesysteme – von Smart Grids über Elektrofahrzeuge bis hin zu KI-Rechenzentren – bildet PHIL eine zentrale Grundlage für Innovation und zertifizierungsreife Validierung.
Eine der wichtigsten Designentscheidungen bei der Power Hardware-in-the-Loop (PHIL)-Simulation ist die Wahl eines geeigneten Simulationszeitschritts (ΔtRTS) für das auf dem Echtzeitsimulator laufende Model of Interest (MOI). Der Zeitschritt bestimmt die zeitliche Auflösung der Simulation und beeinflusst direkt: Die Fähigkeit zur genauen Abbildung dynamischer Prozesse, Die numerische Stabilität, Die Synchronisation mit der realen Hardware (Device Under Test, DUT).
Der Simulationszeitschritt ΔtRTS definiert, wie häufig der Simulationszustand aktualisiert wird. Er beschreibt das Zeitintervall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Berechnungspunkten. Ein kleinerer Zeitschritt: Erlaubt eine bessere Auflösung schneller Transienten und Schaltvorgänge, Erhöht jedoch die Rechenlast. Ein größerer Zeitschritt: Reduziert die Komplexität, Kann jedoch kritische Dynamiken vernachlässigen und die Stabilität der Power Hardware-in-the-Loop-Regelschleife gefährden.
ΔtRTS sollte sich an der schnellsten zu erfassenden Dynamik orientieren – nicht an der Grundfrequenz des Systems.
Um Modelltreue und Schnittstellenstabilität sicherzustellen:
| Anwendung | Erfasste Dynamik | Empfohlene ΔtRTS |
|---|---|---|
| Netzgekoppelte Wechselrichterprüfung | Oberschwingungen bis 3 kHz | ≤ 33 µs |
| Impedanz-Sweep (bis 5 kHz) | 200-µs-Störsignale | ≤ 20 µs |
| Hochgeschwindigkeits-PMSM-Simulation | Gegen-EMK und Drehmomentwelligkeit | ≤ 5–10 µs |
| PWM-Wechselrichter-Ripple (20 kHz Schaltfrequenz) | Ripple, Schaltstörungen | ≤ 1–2 µs |
| DC-DC-Wandler-Emulation (100 kHz) | Schnelle Transienten, Ripple-Unterdrückung | ≤ 0.5–1 µs |
| Wechselrichter-Regler-Emulation (2 kHz BW) | Regelstabilität, PLL-Tracking | ≤ 50 µs |
In PHIL-Systemen muss der Leistungsverstärker die dynamischen Signale zwischen dem Model of Interest (MOI) und der Hardware of Interest (DUT) innerhalb der zeitlichen Auflösung der Simulation präzise reproduzieren. Anstatt die Performance frequenzbasiert zu spezifizieren, ist es – insbesondere in Echtzeit-Simulationsumgebungen – praxisnäher, die Verstärkerleistung über Anstiegs-/Abfallzeiten bzw. Antwortzeiten zu definieren.
Empfohlene Praxis
Basierend auf empirischer Ingenieurpraxis sollte die minimale Antwortzeit des Leistungsverstärkers (TAmp mindestens 2× schneller sein als der im Echtzeitsimulator verwendete Simulationszeitschritt (ΔtRTS). Dadurch wird sichergestellt, dass der Verstärker hochdynamische Signale ohne Verzerrung oder zusätzliche Verzögerung nachführen kann, die das geschlossene power hardware in the loop-System destabilisieren würden.
TAmp ≤ 0.5 × ΔtRTS
Beispiel: Bei einer Simulationsschrittweite von 10 µs sollte die minimale Anstiegs-/Abfallzeit des Verstärkers ≤ 5 µs betragen, um Modelltreue und Stabilität im geschlossenen Regelkreis zu gewährleisten.
At this target temporal resolution, the amplifier should meet the following characteristics:
Die CHP-Serie – welche Controller Hardware in the Loop (CHIL) und Power Hardware in the Loop (PHIL) integriert – bietet eine fortschrittliche Lösung für Echtzeit-Emulationen über ein breites Spektrum leistungselektronischer und netzgekoppelter Anwendungen hinweg. Ein wesentliches Merkmal dieser Architektur ist die erhöhte zeitliche Auflösung,die hochpräzise Simulation und schnelle Reaktion selbst in anspruchsvollsten Umgebungen ermöglicht.
Die CHP-Plattform basiert auf einer eng integrierten Echtzeit-Simulationsengine (Impedyme-RT) und regenerativen Leistungsschnittstellen mit extrem geringer Latenz und deterministischem Timing.Unterstützt werden:
Die CHP-Plattform integriert Hochbandbreiten-Leistungsverstärker, die gemeinsam mit dem FPGA-basierten Echtzeit-Simulationskern von Impedyme entwickelt wurden. Dadurch wird ermöglicht:
Impedyme’s enhanced temporal resolution supports a multi-timescale simulation environment, making it ideal for:
| Application Domain | Temporal Resolution Requirement | Supported by CHP? |
|---|---|---|
| PWM ripple and switching losses | Sub-microsecond (0.5–2 µs) | ✅ Yes |
| Torque ripple and machine dynamics | 5–20 µs | ✅ Yes |
| Grid-tied harmonic analysis | 20–100 µs | ✅ Yes |
| Impedance response emulation | 10–50 µs | ✅ Yes |
| Real-time controller validation | 90–500 µs | ✅ Yes |
This ability to span wide time domains ensures engineers and researchers can use a single platform for rapid prototyping, functional testing, controller validation, and hardware fault injection—without needing to change the test environment.
Die Impedyme Motor Emulator (IME) is engineered to provide ultra-high-fidelity, real-time emulation of electric machines for inverter testing across e-mobility and industrial applications. Designed for seamless integration within Power Hardware-in-the-Loop environments, it interfaces directly with high-performance traction inverters, supporting DC-link voltages up to 1000 V und phase currents up to 800 Arms, while maintaining significantly higher dynamics und lower current ripple than the device under test (DUT). This ensures that the emulator never becomes the limiting factor in system performance or stability assessment.
Conventional motor emulators often rely on relatively low switching frequencies, which inherently limit their dynamic behavior and result in restricted emulation quality. To overcome this, the Impedyme Motor Emulator operates with a switching frequency of 800 kHz, enabling it to reproduce highly dynamic current and voltage waveforms with very low ripple. The emulator supports fundamental phase current frequencies in the range of 10–20 kHz, allowing it to cover extremely demanding applications, including very high-speed drives well beyond typical traction ranges.
At the core of the platform is a real-time machine model executed on a high-performance FPGA. The motor model is updated every 90 ns, corresponding to an effective update rate of approximately 11.1 MHz. This ultra-fine temporal resolution means that, even at 10–20 kHz fundamental frequency (periods of 100–50 µs), the emulator performs hundreds to over a thousand model updates per electrical period. This enables:
The basic IME architecture consists of:
In a typical power hardware in the loop test bench configuration, the Impedyme Motor Emulator is used together with a Batterie-Emulator and the inverter under test, each with its own DC supply. Both the battery emulator and motor emulator supplies are galvanically isolated, reproducing conditions similar to those in a real electric vehicle where the battery and motor float with respect to earth potential. Power is circulated internally within the PHIL setup so that the AC mains only need to cover system losses (typically on the order of 20% of the inverter’s output power). As a result, it becomes possible to test inverters rated up to ~430 kW using a conventional 400 Vac, 125 A grid connection, rather than requiring a dedicated high-power grid feed.
The full value of the Impedyme Motor Emulator is realized through its integrated software ecosystem, MotorSim Studio und PowerHIL Studio, which together provide parameterization, visualization, orchestration, and automation of the complete test flow.
MotorSim Studio is the primary environment for configuring and managing the machine models running inside the FPGA-based emulator. It provides:
By combining detailed parameterization with ultra-fine temporal resolution, MotorSim Studio enables users to emulate real motor behavior under real inverter excitation—rather than relying on oversimplified or idealized models—making it a core part of a high-accuracy Power Hardware-in-the-Loop workflow.
PowerHIL Studio provides the test automation and orchestration layer for the entire PHIL bench, including motor emulator, battery emulator, and grid or load emulators. Key capabilities include:
o Push updated motor models or control algorithms directly into the real-time target.
o Log high-speed data consistent with the 90 ns internal update capability for detailed offline analysis.
Together, MotorSim Studio and PowerHIL Studio transform the Impedyme Motor Emulator from a powerful hardware block into a complete, software-driven Power Hardware-in-the-Loop test platform—covering everything from high-fidelity modeling and ultra-fast real-time execution (90 ns updates, 10–20 kHz fundamental) to fully automated validation workflows for traction inverters and high-speed drives within advanced der PHIL-Umgebung Anwendungen.
Impedyme’s Combined HIL and Power HIL (CHP) platform significantly advances real-time testing by delivering Ein wesentliches Merkmal dieser Architektur ist die erhöhte zeitliche Auflösung,, ensuring:
This temporal precision is crucial for applications in electric mobility, renewable integration, grid modernizationund next-generation AI power infrastructure—positioning Impedyme as an industry leader in real-time emulation and test technology.